Hurom CP50 Entsafter, Kaltpresse

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  • 3-Liter-Hopper für große Saftmengen
  • 170-mm-Einfüllöffnung für komfortables Befüllen
  • 24h-Dauerbetrieb dank Gastro-Motor
  • 63 U/min Slow-Squeeze-Technologie für schonende Pressung
  • Quick Rinse für schnelle Reinigung zwischen Rezepten
  • Pure-Line-Sieb für klaren, pulp-armen Saft

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Beschreibung

Die eigentliche Stärke liegt im Workflow

Bei einem professionellen Slow Juicer entscheidet sich der Nutzen nicht allein an der Saftausbeute. Sobald mehrere Säfte hintereinander produziert werden, zählen genauso die Zeit für Vorbereitung, die Bedienung durch wechselnde Mitarbeiter, die Reinigung zwischen Rezepten und die Frage, wie zuverlässig ein Gerät lange Servicephasen bewältigt. Der Hurom CP50 wurde genau für dieses Umfeld entwickelt. Er verbindet langsame Pressung mit einem großen Zutatenbehälter, automatisierten Abläufen und einer auf Dauerbetrieb ausgelegten Motorplattform.

Mehr vorbereiten, weniger neben der Maschine stehen

Der 3-Liter-Hopper ist das auffälligste praktische Merkmal. Mit 170 mm Einfüllweite kann deutlich großzügiger beschickt werden als bei typischen Haushalts-Slow-Juicern. Hurom kombiniert diese Größe mit Automatic-Cutting: Die Maschine übernimmt das Zerkleinern der eingefüllten Zutaten und führt sie anschließend in den Pressvorgang. Das verschiebt einen Teil der Arbeit weg vom Schneidebrett und hin zur Maschine.

Für den Betrieb bedeutet das vor allem weniger Handgriffe pro Charge. Eine Saftbar kann vorbereitete Zutaten in größeren Mengen bereitstellen und den Pressvorgang anschließend automatisiert ablaufen lassen. Das ist besonders dann relevant, wenn Mitarbeiter gleichzeitig Bestellungen annehmen, Getränke ausgeben oder weitere Zutaten vorbereiten. Die Automatik ist allerdings kein Freibrief für beliebiges Befüllen: Die Bedienung sollte sich weiterhin an den Vorgaben der Anleitung orientieren und Blockaden nicht durch gewaltsames Nachdrücken lösen.

Warum 63 U/min hier sinnvoll sind

Der CP50 arbeitet mit einer langsamen Pressbewegung von 63 U/min. Huroms Slow-Squeeze-Technologie soll dabei die Reibungswärme gering halten und den natürlichen Geschmack sowie die Farbe des Saftes unterstützen. Im Gegensatz zu einem Zentrifugalentsafter wird die Zutat nicht mit extrem hoher Drehzahl verarbeitet. Für Betriebe, die ihre Säfte als frisch gepresstes Qualitätsprodukt positionieren, passt diese Arbeitsweise deshalb besonders gut.

Der CP50 ist als Pure-Line-Modell mit Sieb ausgelegt. Das Ergebnis ist auf eine klare, pulp-arme Safttextur ausgerichtet. Diese Eigenschaft kann im direkten Kundenkontakt wichtig sein: Ein standardisiertes Getränkeergebnis ist leichter reproduzierbar und lässt sich konsistent servieren. Gleichzeitig ist ein Sieb konstruktionsbedingt aufwendiger zu reinigen als ein siebloses System. Hurom bietet für die CP50-Plattform auch die Easy-Line-Konfiguration an, die auf einfachere Reinigung ausgelegt ist; sie ist laut Herstellerseite separat erhältlich.

Wenn mehrere Rezepte gleich schmecken sollen

Ein unterschätztes Detail für Gastronomie und Catering sind die Zeitprogramme. Der CP50 stellt vier feste Laufzeiten von 2, 3, 4 und 5 Minuten bereit. Zusätzlich lassen sich Einstellungen anpassen und bis zu vier häufig verwendete Rezepte speichern. Das reduziert die Abhängigkeit davon, ob ein Mitarbeiter die genaue Laufzeit kennt oder spontan entscheidet. Für einen Betrieb mit einer kleinen festen Saftkarte kann daraus ein sehr einfacher Ablauf entstehen: Rezept wählen, Zutaten einfüllen, Start drücken – die Maschine arbeitet die definierte Zeit und beendet den Zyklus automatisch.

Die 800-ml-Presskammer und der 1,5-Liter-Saftbehälter sind dabei auf den eigentlichen Pressprozess ausgelegt, während der 3-Liter-Tresterbehälter ausreichend Volumen für längere Arbeitsphasen bereitstellt. Die Behältergrößen sind weniger als Versprechen einer bestimmten Saftmenge zu verstehen, sondern als Bausteine für einen kontinuierlichen Chargenbetrieb.

Dauerlauf ohne laute Kulisse

Hurom Europe positioniert den CP50 ausdrücklich als Commercial-Gerät mit 24-Stunden-Motor. Das ist für einen normalen Haushalt mehr als nötig, kann aber für einen Betrieb entscheidend sein: Ein Gerät, das für lange Einsatzfenster ausgelegt ist, passt besser zu Frühstücksservice, Tagesgeschäft und wiederholter Vorbereitung als ein Modell mit kurzer zulässiger Laufzeit.

Parallel dazu nennt Hurom 53 dB. Der CP50 ist damit auf einen vergleichsweise geräuscharmen Einsatz ausgelegt. Das ist gerade in offenen Café- oder Barbereichen relevant, weil der Entsafter nicht zwingend in einen abgeschlossenen Nebenraum verbannt werden muss. Leiser Betrieb ersetzt natürlich keine geräuschlose Maschine, er reduziert aber die akustische Belastung im direkten Umfeld.

Reinigung als Teil des Produktionssystems

Die Reinigung ist bei einem Gastro-Entsafter kein Nebenthema. Ein Gerät kann technisch hervorragend pressen und trotzdem im Alltag unpraktisch sein, wenn jeder Rezeptwechsel eine lange Demontage erfordert. Der CP50 begegnet diesem Problem mit Quick Rinse. Nach einem Pressvorgang kann das System laut Hurom Europe per Knopfdruck gespült werden, ohne den kompletten Aufbau auseinanderzunehmen. Für die Spülfunktion empfiehlt Hurom lauwarmes Wasser von etwa 40 °C.

Hinzu kommt der herausnehmbare Pulp Bar am Auslass. Er kann entnommen, abgespült und wieder eingesetzt werden, um verbliebene Fruchtfleischreste schnell zu entfernen. Für die gründliche Reinigung bleiben die einzelnen Bauteile relevant. Hurom Europe gibt an, dass die wesentlichen Teile – außer dem Hauptgerät – spülmaschinenfest sind. Wer den CP50 im professionellen Betrieb einsetzt, sollte deshalb einen festen Reinigungsablauf definieren: Quick Rinse für den schnellen Produktwechsel, vollständige Reinigung nach den jeweiligen Hygienevorgaben des Betriebs.

Was man vor dem Kauf wissen sollte

Der CP50 ist eine Investition in Prozessleistung, nicht einfach in einen größeren Haushaltsentsafter. Seine Dimensionen von 29,2 × 28,4 × 51,6 cm, das Gewicht von 10 kg und der 3-Liter-Hopper verlangen einen festen Stellplatz. Für einen kleinen Privathaushalt, in dem täglich nur ein Glas Saft entsteht, wäre die kommerzielle Auslegung kaum wirtschaftlich begründbar. Anders sieht es bei einer Saftbar, einem Café, Hotelbetrieb oder ambitionierten Anwender mit großen Chargen aus.

Auch die elektrische Ausführung sollte vor dem Kauf geprüft werden. Die hier zugrunde gelegte europäische Produktvariante arbeitet mit 220–240 V, 50 Hz und 250 W. Internationale CP50-Seiten nennen teilweise andere Werte; diese Angaben dürfen deshalb nicht ohne Prüfung auf das deutsche Gerät übertragen werden.

Unterm Strich ist der Hurom CP50 besonders dann interessant, wenn drei Anforderungen gleichzeitig erfüllt sein müssen: hohe Beschickung, reproduzierbare Abläufe und geringe Unterbrechungen im Tagesgeschäft. Wer diese Punkte tatsächlich braucht, profitiert von der konsequenten Gastro-Ausrichtung. Wer nur gelegentlich entsaftet, sollte dagegen eher prüfen, ob ein kleineres Hurom-Modell den Bedarf mit weniger Platz- und Investitionsaufwand abdeckt.

Ist der CP50 ein reiner Gastro-Entsafter?

Hurom positioniert den CP50 als kommerziellen Slow Juicer für Cafés, Saftbars, Restaurants und Geschäfte. Technisch kann er auch bei sehr hohem privatem Saftvolumen sinnvoll sein, seine 3-Liter-Beschickung und der für Dauerbetrieb ausgelegte Motor sind jedoch vor allem auf intensive Nutzung ausgelegt.

Ersetzt Automatic Cutting das Vorschneiden vollständig?

Die Automatic-Cutting-Technologie übernimmt das Zerkleinern der eingefüllten Zutaten und reduziert dadurch den Vorbereitungsaufwand deutlich. Dennoch müssen Zutaten für den sicheren Betrieb geeignet sein; die Automatik sollte nicht als Aufforderung verstanden werden, ungeeignete oder übermäßig harte Stücke mit Gewalt zu verarbeiten.

Wie schnell lässt sich zwischen Rezepten wechseln?

Hurom sieht dafür die Quick-Rinse-Funktion vor. Sie spült das System per Knopfdruck, ohne dass Hopper und Kammer für jeden kurzen Produktwechsel vollständig zerlegt werden müssen. Für die gründliche Reinigung ist anschließend weiterhin eine reguläre Reinigung der Komponenten erforderlich.

Was unterscheidet die Pure-Line-Ausführung?

Der CP50 in der Pure-Line-Ausführung arbeitet mit einem Sieb und ist auf eine besonders klare, pulp-arme Safttextur ausgelegt. Hurom beschreibt außerdem eine Easy-Line-Konfiguration für einfachere Reinigung, die separat erhältlich ist. Für den Kauf sollte daher geprüft werden, welche Textur und welcher Reinigungsworkflow im eigenen Betrieb wichtiger sind.

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